Was sich 2016 mit den neuen internationalen Kontonummern ändert

Das Europarlament hat für die EU die Einführung des neuen SEPA-Systems beschlossen. Die neuen IBAN-Nummern lösen 2016 die bisherigen Kontonummern ab. Was ändert sich für den Verbraucher?

Die neue IBAN

Die IBAN (= International Bank Account Number) wird ab 2016 die bisher in Deutschland gebräuchlichen Nummernkombinationen aus Kontonummer und Bankleitzahl ersetzen. Wegen ihrer 22 Stellen wird sie von ihren Kritikern bereits jetzt “IBAN, die Schreckliche” genannt. Dabei ist die Zusammensetzung der Nummer gar nicht so schwierig. Neu sind nur das Länderkürzel am Anfang der Nummer und eine Prüfziffer. Darauf folgen die bisher schon bekannte Bankleitzahl und die von der Bank vergebene Kontonummer. Merken muss sich der Verbraucher eigentlich nur das Länderkürzel, zum Beispiel DE für Deutschland, AT für Österreich oder CH für die Schweiz, und die neue Prüfziffer.

Was muss der Verbraucher unternehmen?

Die Umstellung erfolgt bis 2016 automatisch. Lastschriften für Miete, Telefon und andere Ausgaben müssen nicht geändert werden. Nur bei den Überweisungen muss die neue IBAN des Empfängers anstelle der alten Bankverbindungen angegeben werden. Allerdings ist hierbei große Aufmerksamkeit geboten: Tippfehler beim Onlinebanking oder Schreibfehler und unleserliche Zahlen bei handschriftlichen Überweisungen erkennt das System nicht. Die Zahlungsaufträge werden ungeprüft an die Empfängerbank weitergeleitet. Bei einem Fehler muss der Bankkunde seine eigene Bank ansprechen, die ihrerseits dann Kontakt mit der Empfängerbank aufnimmt. Dieser umständliche Weg wird von Verbraucherschützern stark kritisiert.

Vorteile des neuen Systems

Durch die Einführung des SEPA-Systems (SEPA = Single Euro Payments Area) soll die Beschleunigung des Bankverkehrs auch über die Grenzen innerhalb Europas gefördert werden. Hohe Bankgebühren, die bisher bei Zahlungen in das Ausland oder bei Zahlungsempfängen aus dem Ausland anfallen, gehören dann der Vergangenheit an.

Redaktionstyp für heute: Aktienanalysen

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